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Archiv

24.04.2016

Beteiligung an der Diskussion um die Einzelhandelsstandorte

Guten Tag zusammen,

zuletzt hat sich der BGU in seiner Sitzung am 02.09.2015 mit der Thematik des Einzelhandelskonzeptes für die Stadt Neukirchen-Vluyn befasst. Nach dem gefassten Beschluss sollte ein neues Einzelhandels- und Zentrenkonzept mit folgenden politisch definierten Zielen beauftragt werden:

• Steigerung der gesamtstädtischen Ausstrahlung nach außen

• Sicherstellung einer ausgewogenen Versorgungsstruktur auf der Grundlage der vorhandenen Zentren

• Weiterentwicklung der ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche durch ergänzende Einzelhandelsneuansiedlungen

• Sicherung der wohnortnahen Nahversorgung

• Handlungsempfehlungen für Rat und Verwaltung

• Festlegung der Sortimentsliste.

 

Dabei wird die Diskussion über die Stärkung der bestehenden Zentren bereits seit mehr als 10 Jahren geführt. Bereits das Gutachten vom 28.07.2006 weist auf die Gefahren für die bestehenden Zentren hin, die von einem zentrenrelevanten Einzelhandel auf dem Niederberggelände ausgehen und empfahl keinen Einzelhandel zu ermöglichen.

Das letzte Gutachten der BBE-Handelsberatung aus dem Juli 2014 hat die negativen Folgen eines fehlenden Nahversorgers im Zentrum von Neukirchen deutlich beschrieben. Wir sind froh, dass hier Entwicklungen eingeleitet worden sind, die diese unbefriedigende Situation in absehbarer Zeit wieder beseitigt.

Sicherlich haben wir auch Verständnis für die Wünsche der bis zu 1000 Bewohner (nach Errichtung aller möglichen 400 Wohneinheiten) des Niederberggeländes und unterstützen daher die Realisierung eines Nahversorgers im Rahmen der Richtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen.

Eine Schwächung der gewachsenen Einzelhandelsstandorte Vluyn und Neukirchen ist aber für uns nicht akzeptabel.

Uns ist jetzt ein Gerücht zu Ohren gekommen, dass bei einer beabsichtigten Ansiedlung oder positiven Ankündigung eines Nahversorgers auf Dicksche Heide, aktuell noch im 2. Halbjahr 2016 die Schließung des EDEKA-Marktes an der Max-von-Schenkendorf-Straße zu befürchten sei. Bei der dann fehlenden Sogwirkung für den gesamten dortigen Einzelhandelsschwerpunkt befürchten wir weitere Schließungen - auch die des dort ansässigen Netto-Marktes. Damit würde die Nahversorgung für fast alle Bewohner Neukirchens südlich der Niederrheinallee zusammenbrechen. Rund um den Einzelhandelsstandort EMA-Straße sind bei einer Schließung ca. 5000 Bürgerinnen und Bürger betroffen. So ist deren Wunsch verständlich, dass der EDEKA-Markt an dieser Stelle erhalten bleibt. Eine Situation wie derzeitig im Dorf Neukirchen kann doch niemand ernsthaft wollen.

Unbestritten dürfte sein, dass der aktuelle Einzelhandelsbereich „EMA-Straße“ über die Nord-Süd-Verbindung zwischen und Niederrheinallee und Bendschenweg auf sehr kurzem Wege für die Bürger aus dem neuen Wohngebiet „Niederberg“ gut erreichbar ist. Auch ist zur berücksichtigen, dass im Bereich EMA-Straße gerade seitens des AWO-Kreisverbandes Wesel barrierefreie Wohnungen für Senioren gebaut werden. Gerade, dass der Supermarkt vor der Tür ist, lässt altersgerechte Wohnungen an dieser Stelle sinnvoll erscheinen.

 

Wir halten es für erforderlich, dass jetzt kurzfristig verlässliche Rahmenbedingungen für starke Zentren geschaffen werden, um notwendige Investorenentscheidungen im Zusammenhang mit dem IHK Neukirchen zu ermöglichen.

Aus der Sicht der betroffenen Bürger würden wir uns gerne erneut konstruktiv mit dem fortgeschriebenem aktuellen Einzelhandels- und Zentrenkonzept auseinandersetzen und bitten, uns die Ihnen bisher vorliegenden Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen

Hans-Peter Burs

- 1. Vorsitzender -

Heimat- und Verkehrsverein Vluyn

Hans Delihsen

- 1. Vorsitzender -